Bei vielen MPU-Fällen spielt die Frage der Abstinenz eine zentrale Rolle. Kümmern Sie sich frühzeitig darum, damit Sie nicht wertvolle Zeit verlieren!
Die Frage nach der Abstinenz ist einer der wichtigsten Punkte in der Alkohol- und Drogen-MPU. Ob ein Abstinenznachweis notwendig ist, entscheidet sich nicht pauschal, sondern anhand Ihrer Vorgeschichte.
Je nach Fall werden meistens folgende Zeiträume verlangt:
Der Nachweis erfolgt entweder über regelmäßige Urin-Analysen (4 Analysen bei 6-monatigem Nachweise oder 6 Analysen bei 12 Monaten) oder über Haar-Analysen (bei Alkohol für jeweils 3 Monate rückwirkend, bei Drogen für 6 Monate; pro nachzuweisendem Monat ist 1 cm Haarlänge nötig).
Viele Betroffene warten zu lange mit dem Beginn der Abstinenznachweise oder starten ohne klare Strategie. Dadurch verlieren sie wertvolle Zeit oder erfüllen am Ende nicht die Anforderungen der Begutachtungsstelle.
Ob Abstinenz notwendig ist, kann nur im Gesamtzusammenhang Ihres Falls sicher beurteilt werden. Eine falsche Einschätzung kann leicht dazu führen, dass die MPU trotz Vorbereitung nicht bestanden wird.
Auf mpu-alarm.de wird das Thema Abstinenz in allen Aspekten behandelt.
Ein gefährlicher Irrtum besteht auch darin, dass Viele glauben, mit den Abstinenz-Nachweisen hätten Sie ja wohl die Positive MPU schon so gut wie in der Tasche. Das ist aber ganz und gar nicht der Fall: Die korrekt nachgewiesene Abstinenz sollten Sie eher als die "Eintrittskarte" zur Begutachtung verstehen!
Man hört immer wieder die reinsten Horror-Stories, wie absolut kleinlich und akribisch genau man speziell bei Alkohol vorsichtig sein sollte. Das ist aber übertrieben. Dass man durchfällt, weil man eine einzige Schnapspraline gegessen hat oder in der Soße ein Schuss Cognac drin gewesen ist, das ist ein nicht auszurottendes Ammenmärchen.
Bei Haaranalysen kann man als ungefähren Richtwert (aber ohne Gewähr!) nehmen, dass 1 Glas Bier (0,3 Liter) oder 1/4 Liter Wein-Schorle pro Woche noch relativ sicher unterhalb der Nachweisgrenze bleibt. Es ist aber trotzdem keine gute Idee sich an die Grenze "ran zu testen".
Vorsicht ist aber bei Drogen geboten: Es gibt eine Studie, in der in einer Urin-Analyse Opiate nachgewiesen werden konnten bei einer Versuchsperson, die 4 Stunden vorher 2 Mohnbrötchen gegessen hatte. Derselbe Nachweis gelang auch bei mehreren Sorten Vollkornbrot.
Wenn Sie unsicher sind, ob und wie lange Sie Abstinenz nachweisen müssen, sollten Sie das frühzeitig klären.
👉 Die richtige Strategie spart Zeit, Geld und erhöht Ihre Bestehenschancen deutlich.